Peacebuilding

PVE / CVE

Prävention und Bekämpfung von gewalttätigem Extremismus (engl.: preventing and countering violent extremism, kurz: PVE / CVE) sind einzigartige Strategien, die die Ursachen, Missstände und Motivationen für Gewalttaten ansprechen. ARDI versteht, dass gewalttätiger Extremismus das Leben der Menschen in vielfältiger Weise stark beeinflusst, Gemeinschaften auseinanderreißt und die sozialen, wirtschaftlichen, politischen und religiösen Lebensbereiche sowie deren Entwicklung negativ prägt – sowohl in Syrien als auch weltweit. ARDI setzt sich dafür ein,  Ansätze der PVE / CVE, wo sie geeignet sind, in unsere Entwicklungs- und Sozialprogramme (lokal oft als „Friedenskonsolidierung“ und „Gewaltbekämpfung“ bezeichnet) zu integrieren, um die Ursachen von gewaltbereitem Extremismus zu identifizieren und anzugehen.

ARDI hat ein spezielles Training zur PVE/CVE entwickelt, das als Ausgangspunkt für Menschen dient, die in täglichen Unruhen gefangen sind, welche zu gewaltsamen Reaktionen auf lokalisierte Konflikte beitragen. Die Teilnehmenden unserer Ausbildung haben den Wunsch, durch ihre Organisationen, ihre Ideen und Willensstärke positive Veränderungen herbeizuführen. Was sie brauchen, ist strukturiertes Wissen darüber, wie man Einflussfaktoren erkennen kann, die die Tendenz einer Person hin zu Gewalt verstärken sowie die Unterstützung, die Bereiche zu isolieren, in denen sie Einfluss, Verbindungen oder die richtige Ausbildung oder Erfahrung haben, um tatsächlich etwas bewirken zu können.

Schlussendlich müssen sie über aktuelle Tendenzen informiert sein, um zu erkennen, welche Arten von Projekten sie verfolgen möchten und wie sie einen positiven Soll-Zustand erreichen können.

 

Hervorgehobene Beispiele von ARDI’s PVE/CVE-Projekten:

Women’s Empowerment in Idlib & Aleppo: Peacebuilding and CVE (September 2017 – März 2018)

ARDI unterstützte dabei, die Kapazitäten lokaler zivilgesellschaftlicher Organisationen (CSOs) in Idlib und Aleppo zu stärken, insbesondere durch die Zusammenführung von CSOs, die sowohl von Männern als auch von Frauen geführt werden. Das Projekt zielt darauf ab, eine Reihe von ergänzenden Trainingsmaßnahmen wie auch finanziellen Zuschüssen für Männer und Frauen bereitzustellen, um lokale Projekte in ihren Gemeinden durchzuführen und dadurch ihre soziale Stellung zu verbessern und ihre Beteiligung an der lokalen Verwaltung und Entscheidungsfindung zu erhöhen.

Inclusive Peacebuilding in Syria (2014 – 2016)

In Zusammenarbeit mit der Public International Law & Policy Group (PILPG) leitete ARDI (damals noch unter den Namen Syrian Emergency Taskforce) Bemühungen zur Umsetzung von Projekten zur Interessenvertretung und Friedensförderung n den syrischen Regierungsbezirken Sweida, Damaskus, Aleppo, Deraa, Al-Hasakah, Idlib, Tartuos und Lattakia. Im Rahmen des Projekts führte ARDI zahlreiche Workshops durch und gewährte und verwaltete kleine Zuschüsse für die Workshop-Teilnehmenden, darunter lokale Aktivisten, Leiter von zivilgesellschaftlichen Organisationen und angesehene Gemeindeleiter.

 

%d Bloggern gefällt das: